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Exkurs - Marinisierung:

 

Die "Marinisierung" bezeichnet den Vorgang, einen (Diesel-) Motor, z.B. aus einem PKW oder LKW, so zu modifizieren, dass er nach dem Umbau für den Einsatz an Bord eines Schiffes geeignet ist.

 

Wichtig ist es, hierbei darauf zu achten, dass die einzelnen Komponenten auf den Motor und die Gegebenheiten an Bord abgestimmt sind, da es sonst später zu Problemen kommen kann. Häufig werden diese Fehler leider erst bemerkt, wenn alles bereits eingebaut oder einige Zeit in Betrieb ist. Kommt es dann ggf. sogar zu einem Ausfall der Antriebsanlage, kann sich daraus schnelle eine gefährliche Situation ergeben.

Deshalb empfehlen wir jedem potentiellem "Marinisierer", sich bereits im Vorfeld entsprechende Information über die Maße und die Zugänglichkeit des Maschinenraums (hierbei Getriebe und Wellenanschluss nicht vergessen), benötigte Motorleistung, sowie die Verfügbarkeit der nötigen Komponenten für den gewünschten Motor einzuholen.

Streng nach der Devise: "Lieber vorher geschaut, als nachher versaut!" ;-)

 

Neben den nötigen Teilen für einen Einbau von Motor und Getriebe an Bord ist es eine der wichtigsten Aufgaben der Marinisierung, die Wärme, die durch die Verbrennung von Kraftstoff im Motor entsteht und durch die heißen Abgase über den Auspuff in den Maschinenraum eingebracht werden würden, entsprechend abzuführen bzw. durch Kühlung zu minimieren.

Hierfür werden die Abgase meist direkt nach dem Austritt aus dem Zylinderkopf in ein sogen. "Wassergekühltes-Abgassammelrohr" eingeleitet, wo sie entsprechend runter gekühlt werden.

 

Für eine erfolgreiche Marinisierung werden in der Regel folgende Komponenten benötigt:

  • Geeigneter Basis-Motor (es werden nicht für jeden Motor geeignete Marinisierungsteile angeboten)
  • Wassergekühltes-Abgassammelrohr (mit Einspritzbiegestück / Mischkrümmer)
  • Wärmetauscher (entweder als Kombi-Kühler mit Abgassammelrohr oder separat)
  • Seewasserpumpe mit Antrieb (bei Zweikreiskühlung)
  • Getriebeanschlussgehäuse (Glocke)
  • Dämpferplatte für die Kraftübertragung vom Motor auf die Getriebeeingangswelle
  • Geeignetes Wendegetriebe mit dem passenden Untersetzungsverhältnis (passend zur Schiffsgröße, Motorleistung sowie Welle und Propeller)
  • Schwingelemente (auch Motorlager oder Silent-blöcke genannt) (Achtung! Die FZG-Ausführungen sind nicht geeignet, weil diese i.d.R. nicht gegen ein Abreißen gesichert sind, z.B. im Falle einer Kenterung)
  • Ölkühler für Motor und ggf. Getriebe
  • Diverse Rohre und Leitungen für die (See-) Wasserversorgung
  • Weitere Komponenten für die Abgas- und Seewasser-Abführung

Die Liste lässt sich noch mit optionalen Komponenten sowie diversen Kleinteilen erweitern.

 

Allgemein gilt:

Jede Marinisierung ist ein individuelles Projekt, welches immer an die Gegebenheiten an Bord (zur Verfügung stehender Platz, Art der Kühlung usw.) angepasst, sowie auf die Wünsche und Vorstellungen des Eigners abgestimmt werden sollte.

 

Gerne versorgen wir Sie mit den nötigen Komponenten für eine Marinisierung und Unterstützen Sie mit Rat und Tat bei der Umsetzung - sprechen Sie uns an.

 

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg bei Ihrem Projekt!

 

Das DMV-Team